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Gedanken zu Kastraten

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Norwegische Waldkatzen, sind ganz besonders liebenswerte Tiere. Man kann geteilter Meinung sein ob Tiere Intelligent sein können oder nicht. Die Norwegische Waldkatze ist es auf jeden Fall. Diese Tiere zu beobachten, zu sehen wie sie Probleme lösen. Auch mal darüber stehen können, ist einfach faszinierend. Wer einmal Norwegern ein Asyl bei sich gewährt hat, wird nie mehr ohne sie sein wollen.Der Spruch:" Katzen sind nicht alles in unserem Leben, aber sie machen es komplett" trifft auf diese Tiere zu.


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Gedanken zu Kastraten

Auf der Steite von Hardangar´s habe ich folgenden Artikel gefunden.
Ich stimme mit allen Äußerungen überein. Simone Glanemann erlaubte mir diesen Artikel auf meine Seite zu übernehmen.

Einen guten Züchter machen nicht nur gute Zuchterfolge aus, es gehören auch menschliche Stärken wie Toleranz und Ehrlichkeit dazu. Dieser Artikel mag manche Gemüter erhitzen, aber er folgt einer klaren Linie: Wir äußern uns ehrlich, auch wenn unsere Meinung manche Anfeindung durch andere Züchter zur Folge hat.

Züchten ist ein gezieltes Verpaaren von Rassekatzen. Gezielt beinhaltet, dass sich jeder seriöse Züchter im Vorfeld viele Gedanken über sein ganz persönliches Zuchtziel macht. Katze X mit einem beliebigen Kater Y zu Verpaaren hat nichts mit Züchten zu tun, es ist ein profitgerichtetes Katzenvermehren.

Unser Zuchtziel gründet auf drei Säulen:
Gesundheit, Charakterfestigkeit und typvolles Erscheinungsbild in Silbervarietäten.

Um diesem Ziel näher zu kommen ist es nötig, immer wieder frisches Blut in die Verpaarungen zu bringen. Nur so kann die Rasse langfristig gesund, wesensfest und typvoll erhalten werden! Von den Kitten gehen nur die Schönsten und Besten in die Zucht. Die anderen Kitten gehen an Liebhaber. Die Elterntiere werden nicht bis ins hohe Alter zur Zucht eingesetzt, sie dürfen zeitig in den Ruhestand gehen.
Dies ist der einzige Weg, der Rasse und auch jeder einzelnen Zuchtkatze auf Dauer gerecht zu werden. Alles andere ist schlicht Ausbeutung!

Soweit so gut. Stellt sich aber die Frage, wie viele Katzen möchte und kann ich halten? Der Tag hat nur 24 Stunden. Wenn ich jedem Tier täglich hinreichend Zeit und Liebe widmen möchte, kann ich nur mit einer begrenzte Anzahl Tieren wohnen.
Da ich aber die Spitzentiere meiner Zucht selbst behalte, um meinem Zuchtziel näher zu kommen, übersteige ich zwangsläufig das mir gesteckte Limit.

Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen:

1. Jemand macht immer nur die gleichen Verpaarungen und schließt sich der Vielzahl der „Katzenvermehrer“ an. Diese machen einen erheblichen Teil der selbsternannten „Hobbyzüchter“ aus. Hinterfragt man die Zuchtabsichten, wird sehr schnell deutlich, dass es solchen Menschen lediglich um die schnelle Mark geht, die auf diesem Weg zweifelsfrei zu machen ist.
Kastraten gibt es in solchen Beständen begrenzt, da jedes potente Tier bis ins hohe Alter wieder und wieder Kitten „produziert“. Solchermaßen ausgebeutet erreichen die Tiere in der Regel kein biblisches Alter. Hinzu kommt, dass der Trubel der Katzenkinderstube nicht gerade den Bedürfnissen alter Tiere entgegen kommt.

2. Jemand behält sämtliche Kastraten und züchtet weiterhin in unverringertem Umfang.
Jeder, der sich auf der Suche nach seinem Traumkätzchen bei verschiedenen Züchtern umgeschaut hat kennt die Zuchten, in denen es von Katzen nur so wimmelt. Meist sind diese Züchter ganz besonders stolz darauf, alle Kastraten behalten zu haben.
Aber mal ehrlich: der Tag hat nur 24 Stunden und wenn ein Züchter an die zwanzig erwachsene Zuchtkatzen und Kastraten beherbergt, dazu noch zwei, drei Würfe, wie viel Zeit bleibt diesem Züchter für jede einzelne Samtpfote? Wenn ich jeder Katze täglich eine Viertelstunde Aufmerksamkeit widmen möchte, bin ich bei 20 Tieren schon 5 Stunden beschäftigt. In der Rechnung ist noch kein Füttern und Pflegen und unter Umständen Ausstellen der Tiere enthalten. An dieser Stelle möchte ich gar nicht erst davon anfangen, wie viele dieser züchtenden Kastratensammler Vollzeit berufstätig sind…
Wie möchte solch ein Züchter jeder Katze gerecht werden? Mal ganz davon abgesehen, dass es bewiesen ist, dass ab einer Population von 20 Katzen in einem Haushalt die Infektionsrate sprunghaft ansteigt. Dies ist bedingt durch den Dauerstress, dem die Tiere permanent ausgesetzt sind.
Fassen wir zusammen: Bei züchtenden Kastratensammlern werden Sie als Interessent mit ziemlicher Sicherheit ein mangelhaft sozialisiertes und kränkliches Kitten bekommen. Toll, was? Ist das Katzenliebe!?

3. Nach reiflicher Überlegung haben mein Mann und ich entschieden, nur mit einer sehr begrenzten Anzahl Katzen zu leben. Wir vermitteln einige der vielversprechensten Jungtiere an seriöse und gewissenhafte Züchter, um dem Zuchtziel immer ein Stückchen näher zu kommen. Ab und zu behalten wir selbst ein wundervolles Kitten. Es wurde und wird immer wieder notwendig sein, insbesondere Nachwuchskater aus anderen Linien in unserer Gemeinschaft aufzunehmen.

Unsere Zuchtkatzen gehen zeitig in den Ruhestand. Dann werden sie kastriert und in der Regel in ein neues Zuhause vermittelt.
Es liegt uns ganz besonders am Herzen ausdrücklich zu betonen, dass wir bei der Auswahl eines neuen Zuhauses für einen Kastraten ebenso gewissenhaft vorgehen, wie bei der Vermittlung der Jungtiere.
Häufig lässt es sich einrichten, dass ein junger Kastrat mit einem Katzenkind gemeinsam in liebe Hände geht. In anderen Fällen ist es sinnvoller, einen älteren Kastraten in ein Zuhause zu vermitteln, in dem bereits eine andere ältere Katze wohnt.
Wichtig ist, den individuellen Bedürfnissen der Katze gerecht zu werden und ihr das Zuhause zu suchen, das für sie das Beste ist. Egal, ob es sich um die Vermittlung von einem jungen oder einem erwachsenen Tier handelt, es gelten die gleichen Maßstäbe!

Für uns steht gleichermaßen das individuelle Wohl jeder einzelnen Katze als auch das Wohl der Rasse über der eigenen Eitelkeit. Es gibt auf der Welt außer uns noch viele viele andere Katzenfreunde, die einer Katze ein wundervolles Zuhause bieten können.
Diese Erkenntnis allein macht es uns möglich, unsere Katzen in andere Hände abzugeben. Das Herz blutet, ob wir uns von einem geliebten Jungtier trennen oder von einem geliebten erwachsenen Tier. Jeder Züchter muss sich vorab im Klaren sein, dass er nicht jede Katze behalten kann.
Oft wird an dieser Stelle angeführt, dass es doch herzlos sei, sich von einem erwachsenen Hausgenossen zu trennen. Himmel! Denken denn Leute, die so argumentieren es sei leicht, ein Kitten gehen zu lassen?? Lieben wir Züchter unsere Kitten weniger als unsere erwachsenen Katzen? Es ist auch nach Jahren schwer, eine Katze gehen zu lassen. Nur der gute und dauerhafte Kontakt zu unseren Katzenkäufern macht es uns möglich, dennoch mit Freude zu Züchten.

Andere Stimmen sagen, dass die Abgabe von Kastraten nur den Geldbeutel schonen soll. Immer wieder hören wir Sätze wie: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen“. Erstaunlicherweise kommen diese Äußerungen gerade von „Züchtern“, die über viele Jahre hinweg dieselben Verpaarungen vornehmen um Mühen und Geld zu sparen.
Vielleicht sollte sich jeder, der solch einen Einwand anführt zunächst Gedanken darüber machen, ob es tatsächlich Kosten spart, neue Zuchtkatzen aus frischen Linien von weit her zu importieren. Für den Laien möchte ich am Rande erwähnen, dass sich die Kosten für einen solchen Import zwischen ein- und zweitausend Euro bewegen. Einen Kastraten geben wir gegen eine Schutzgebühr ab.

Noch emotionaler ist der Einwand, einen Kastraten könne man nicht abgeben, schließlich würde man auch nicht sein eigenes Kind verkaufen. Wir halten es für unangemessen, ein Haustier mit einem Kind zu vergleichen. Ein Tier sollte immer ein Tier sein und auch bleiben dürfen. Mit der Vermenschlichung eines vierbeinigen Freundes tut man keiner Katze einen Gefallen.
Aber selbst wenn wir dies anders sehen würden kann ich nur fragen, ob solche Menschen auch unbegrenzt Kinder in die Welt setzen würden, wohl wissend, dass sie zeitlich nicht in der Lage wären, jedem Kind gerecht zu werden.



(c) 2005-2017 by Ralf Schmitt

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